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[22.02.2020] TSV Fortitudo Gossau - Herren 1

TSV Fortitudo Gossau – BSG Vorderland 34:33 (17:15)

BSG kann Negativ-Trend nicht stoppen

In der zweiten Liga bleiben die Vorderländer im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Auch gegen den Tabellenletzten aus Gossau gelang der erhoffte Befreiungsschlag nicht. Nach dieser erneuten Niederlage findet man sich nun im Abstiegskampf wieder.

Das Auswärtsspiel in Gossau hatte für die Appenzeller kapitalen Charakter. Um sich wieder etwas Abstand auf die Abstiegsplätze zu verschaffen, waren dringend zwei Punkte nötig. Im Hinspiel konnte man denselben Gegner knapp besiegen.

Ähnlich wie im letzten Spiel glückte der Start gut. Das Heimteam agierte mit einer offensiven Verteidigung, wodurch Räume entstanden, welche die Vorderländer gut zu nutzen wussten. Schnell lag man mit drei Toren in Führung. Ein Team-Timeout von Gossau führte dann aber zum Bruch im Spiel. Man verwertete die Chancen im Angriff nicht mehr und produzierte gleich reihenweise technische Fehler. Als logische Konsequenz gelang den Gossauer in der 20. Spielminute der Ausgleich und kurz vor der Halbzeitpause gar eine 2-Tore-Führung.

Nach einer kurzen Analyse in der Kabine gelang der Einstieg in die zweite Hälfte und das Spiel war rasch wieder ausgeglichen. Wiederum schafften es die BSG’ler aber nicht, das Niveau zu halten. In der Defensive stimmte die Abstimmung nicht, was der Gegner mit vielen Kreisanspielen ausnutzte.

Das Fehlen zweier wichtiger Abwehrspieler sowie die wenigen Trainingseinheiten machten sich nun bemerkbar. Zwar gelangen die Tore im Angriff, doch hinten kassierte man meistens postwendend wieder Gegentreffer. Weder das Team-Timeout noch die Umstellung auf eine 5:1-Verteidigung trugen Früchte.

Gleichzeitig realisierte Gossau, dass heute Punkte drin lagen, was Kräfte freizusetzen schien. Die Vorderländer hingegen konnten die Angst vor dem Verlieren nicht ablegen. Erst wenige Minuten vor Schluss kamen nach einer Aufholjagd von drei Toren Emotionen auf. Symbolisch für das ganze Spiel konnten die beiden letzten guten Chancen auf den Ausgleich jedoch nicht genutzt werden.

Es fehlte bei allen Spielern die letzte Konsequenz, die es gegen jeden Gegner braucht, um Punkte einzufahren. Abläufe und Abstimmung, welche normalerweise automatisiert funktionieren, gelingen den Appenzellern derzeit nicht. Ist man einmal in der Negativspirale drin, braucht es zusätzlichen Effort um wieder rauszukommen. Der hohe Spielrhythmus kann den Vorderländer dabei entgegenkommen. Bereits am Samstag steht das nächste Heimspiel gegen Neftenbach an. Es bleibt zu hoffen, dass der nun einsetzende Abstiegskampf zusätzliche Kräfte freisetzt.

Die BSG Vorderland spielte mit J. Kappenthuler und M. Waldburger im Tor sowie S. Ammann (9), C. Bernet (2), N. Brosch, J. Herzig (2), M. Küng (4), D. Pinto, H. Povataj (2), L. Povataj (10), O. Salanitri, P. Schulz (3) und F. Langenauer (1)

Autor: Michael Küng (mk)