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MU17 Rückblick - Halbzeit der Qualifikation

Halbzeit in der Qualifikation - MU17 Gruppe 1

BSG Vorderland – HC Romanshorn 33:17 (19:8)

Mit einem überraschend klarem 33:17 Sieg gegen den HC Romanshorn schliessen die MU17 des BSG Vorderlands ihre erste Hälfte der Qualifikation auf dem 2. Rang ab.

Es war ein erfolgreiches Wochenende für die Junioren. Am Samstag erspielten sie sich im Rückspiel gegen den HC Bruggen ein hoch verdientes 39:13, um dann am Sonntag gleich wieder in die Hosen zu dürfen und das zweite Spiel zu gewinnen..

Rückblick

Auf die Saison 16/17 hin wurden die beiden Teams der MU15 und MU17 zusammengeführt. Bei den letztjährigen U17 mussten man Abgänge hinnehmen die wichtige Stützen waren. So verlor man beide Linkshänder Hotz (und Huber 40 Tore und Hilliard mit seinen knapp 2 Metern und 50 Toren zweitbester Torschütze. Das erste Training fand bereits Ende April statt, und so pilgerten am 19. April 18 Spieler in die Halle Wies. Das neu gebildete Team wird von einem „Triumvirat“ bestehend aus Hansi Hohl, letztes Jahr noch Coach der 3.Liga Mannschaft (2. Rang), Jonas Herzig Spieler dieser Mannschaft und letztjähriger Trainer der MU17 und Kevin Sutter, ebenfalls Spieler des Herren 2, betreut.

Trainingsschwerpunkte

Da letztes Jahr viel an der Physis gearbeitet wurde und somit eine relativ fitte Truppe auf dem Platz stand, konnte man sich in den ersten Trainings der „Defensive“ und Ausdauer widmen. Denn letzte Saison schoss die Truppe im Schnitt 26 Tore, erhielten aber deren 30 im Schnitt. Da die Verteidigungseinheiten mit sehr viel Agilität verbunden ist, konnte der Fitness-Stand aufrechterhalten werden, und so bildete sich langsam ein gutes Verteidigungsverhalten im Team.

Vorbereitung

Da die U17 Turniere eher spärlich gesät sind oder oft am gleichen Wochenende stattfanden, war es schwierig, Sparringspartner zu finden. Ein einziges Trainingsspiel gegen den Gruppengegner HC Goldach-Rorschach musste dann als Vorbereitung genügen. In einem Spiel über 3 x 25 Minuten verloren die Vorderländer 31:36. Im ersten Drittel spielten vorwiegend letztjährige MU17, im zweiten eine Auswahl der ehemaligen MU15 und im dritten wurde gepröbelt. So gesehen darf man mit dem Resultat zufrieden sein, diente das Spiel doch mehr dem Kennenlernen untereinander.

Saisonstart mit Déjà-vu

Zum Auftaktspiel zur Saison 16/17 waren wir in der Kreuzbleiche St. Gallen zu Gast, der Gegner, SV Fides, mit so illustren Namen wie „Usik“, auch wenn es nur der Sohn von Aliaksei ist . Im Vorjahr ging das Spiel in St. Gallen mit 25:30 (12:12) verloren. Es war eines dieser Spiele, die man in der zweiten Hälfte aus der Hand gab um dann einzubrechen und zu verlieren. Mit dem Wissen, an der Verteidigung gearbeitet zu haben, konnten man das Spiel mit etwas Zuversicht beginnen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, keiner der Teams konnte sich einen Vorsprung erspielen. Immer wieder trennten die Mannschaften nur ein Tor. Der Pausenstand war sehr ärgerlich für die Betreuer, 9:12. Erstens erhielt man das 12te Tor aufgrund eines gravierenden Stellungsfehler 2 Sekunden vor dem Pausenpfiff. Zweitens hatte man zu diesem Zeitpunkt 8!! Holztreffer zu verbuchen. Diese zwei Tatsachen sollten sich rächen. Nach der Pause versuchte man das Resultat zu korrigieren, was einfach nicht gelang. Das Spiel geriet völlig aus den Fugen, und so wurde nicht mehr im Team gespielt, sondern nur in eigensinnigen Angriffsauslösungen nach dem ersten Pass das 1:1 gesucht. Auch in der Verteidigung bewegte sich kaum einer, und so wurden immer wieder Zeitstrafen verursacht und das Spiel mit 18:28 verloren.

Rehabilitation

Im zweiten Spiel durfte man zu Hause gegen den HC Bruggen antreten. Aufgrund der Resultate des Vorjahres sah man sich in der Lage, mindestens mithalten zu können. In den beiden Trainings nach der Fides-Niederlage wurde intensiv an der Verteidigung, Beinarbeit und dem Umschalten von Defensive-Offensive gearbeitet. Was denn auch Früchte trug. Das Team überzeugte und konnte das Spiel bis zur Pause entscheiden (24:4).

In der Pause galt es das Team bei Laune zu halten und so war die Ansage klar: “Wir ziehen das Tempo durch und beginnen nicht mit Zauberpässen und Eigenwilligkeiten die Marschroute zu zerfledern“.

Das Team setzte die verlangten Ziele um und gewann die zweite Hälfte 18:8 und mit dem Gesamtscore von 42:12.

Über Wille und Kampf zum (Teil)-Erfolg

Der nächste Gegner hiess SC Frauenfeld. Kein Unbekannter, waren sie doch in der letzten Saison Gruppensieger und ebenfalls Sieger in der Begegnung in Heiden, 25:34 lautete das Endresultat. Mit dem überklaren Bruggensieg und dem Wissen, dass das Team in der Verteidigung Fortschritte gemacht hatte ging man mit gutem Gefühl in die Partie. Gefühle können aber täuschen. Die ersten 5 Minuten im Telegraphenstil:

---abwehr gelungen---stop---im angriff rahmen getroffen---stop---erstes tor kassiert---stopp---zweites tor kassiert---stop---erstes tor geschossen---drittes, viertes, fünftes tor kassiert---stopp---bis zur pause nochmals 6 x rahmen getroffen---stopp---

…..Der Bericht würde zu lang, wenn man so weitermachen würde. In vier Worten gefasst; wir waren nicht präsent. In der Pause beim Stand von 12:18 schaute der Coach in konsternierte Gesichter, aufbauende Worte an das Team zeigten kaum Wirkung. Wir erwischten den besseren Start, und nach 8 Minuten keimte Hoffnung auf, als der Anschlusstreffer zum 18:20 erzielt wurde. Dann wieder ein Einbruch und beim Stande von 19:28, keine 13 Minuten vor Ende der Partie, wurde das Team-Timeout genommen. Ohne es je im Training angeschaut zu haben, wurde die Defensive auf ein offenes 3:3 umgestellt. Was sich nun auf dem Platz abspielte, hatte wohl keiner der heimischen Zuschauer erwartet. Die Vorderländer liefen was das Zeug hielt und eroberten sich immer wieder den Ball und konterten die Frauenfelder aus. Tor um Tor wurde aufgeholt. Auf der Tribüne wurde es ruhiger und ruhiger, das Team um Tobias Regli immer nervöser. Beim Stand von 28:29 erhielten die Vorderländer einen 7-Meter zugesprochen, der neben das Tor gesetzt wurde. Im Gegenzug 28:30 noch 2 Minuten. Verteidigung auf 1:1 umgestellt und plötzlich 15 Sekunden vor Schluss 30:31, Freistoss vor dem Frauenfelder Tor. 10 Sekunden Pass auf den zweiten Kreis der ins 1:1 geht und…31:31. Der Punkt, der ein Gewonnener war, wurde zurecht gefeiert.

Doppelrunde

Am dritten Wochenende der noch jungen Saison standen die Spiele Nummer 4 und 5 an. Am Samstag trafen die Vorderländer auf Bruggen, die mittlerweile alle Spiele verloren hatten und deshalb Respekt verdienen, da sie den Kopf nicht in den Sand stecken sondern weiter um jedes Tor kämpfen, Chapeau. Das Spiel verlief ähnlich wie in der ersten Partie. Zur Pause mit 17:4 Toren in Führung und nach der Pause weitergezogen und mit 39:13 gewonnen.

Am Sonntag dann hiess der Gegner HC Romanshorn. Die Seebuben hatten das Spiel gegen Bruggen ebenfalls hoch mit 39:12 gewonnen, gegen Fides klar mit 15:34 verloren und am Vortag die Begegnung gegen HC Go-Ro mit 18:25 verloren. Die Betreuer des BSG warnten ihre Spieler das der klare Sieg aber auch gefährlich werden könnte. Überheblichkeit oder Unachtsamkeit nach einem so hohen Sieg führt oft zu Überraschungen. Im Wissen, das bei Romanshorn zwei Spieler dominieren, stellten die Betreuer die Verteidigung auf ein 4:1+1 um. Mit einer nahen Deckung auf Gemperle und einer Raumdeckung auf Sutter, sollte der Spielfluss unterbunden werden. Das dies wichtig sein könnte, zeigt die Statistik, diese beiden Spieler hatten gegen Bruggen 18 und 11 Tore erzielt. Auch war bekannt, das die Romanshorner mit einem kreuzen des Kreises mit dem Rückraum auslösen. Dieses Kreuzen galt es mit dem 4:1+1 zu stören. Der Start gelang zur vollsten Zufriedenheit der Vorderländer und innert Kürze führte man überraschend einfach mit 9:1. Nun galt es am Spielkonzept festzuhalten und keine Überheblichkeit zuzulassen. Ab der 20. Minute wurde das Team en Bloc ausgewechselt, und die vermeintlich „zweite Garnitur“ kam zum Einsatz. Auch diese mussten sich in keiner Weise verstecken und baute den Vorsprung sogar noch aus. Bis zur Pause wurde das Tempo hochgehalten, und mit einem 18:7 ging es in die Pause. Bis zur 45. Minute durften die wilden Jungen ihr Können zeigen, dann wurde sukzessive eingewechselt. Es bestand nie die Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Zum Ende der Partie wurden noch ein paar schöne Tore erzielt. Das Spiel wurde überraschend klar mit 33:17 (18:7) gewonnen. 

Vorschau

Auf dem 2. Platz liegend geht es nun in eine 3 wöchige Spiel-Pause um dann am 22.10.16 mit dem Rückspiel gegen den SC Frauenfeld die zweite Hälfte in Angriff zu nehmen. Die kommenden Gegner werden es uns nicht mehr so einfach machen, in die 1. Platzierungsgruppe zu gelangen. Fides hat alles gewonnen und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit die Gruppe gewinnen um dann um einen Interplatz zu spielen. HC Goldach-Rorschach hat ebenfalls nur gegen Fides verloren und wird mit Frauenfeld, Romanshorn und unserer Wenigkeit um die beiden Plätze in der Platzierungsrunde 1 kämpfen.

HOPP Vorderland

Autor: Hansi Hohl

 

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